3 Fehler beim Apportieren


Im Moment bekomme ich viele Anfragen, wie diese: „Hallo Jule, ich würde gerne bei der Dummyspaß-Gruppe mitmachen, aber mein Hund kann nicht apportieren. Er versteht einfach nicht, dass der Dummy zu mir soll.“ Ich schaue in solchen Fällen zuerst einmal genau hin, was der Hund tut und kommuniziert, ANSTATT zu apportieren.


Hier kommen 3 Fehler, die wir Menschen immer wieder machen und wie du sie vermeiden kannst:

❌1️⃣ Sofort den Dummy vom Hund haben wollen. Apportieren ist Teil des natürlichen Jagdverhaltens und für deinen Hund ist der Dummy seine Beute. Die meisten Hunde sind absolut bereit die Beute mit dem Sozialpartner, also mit dir zu teilen bzw. dir die Beute abzugeben. Vielen Menschen ist das Abgeben aber so wichtig, dass sie es unbedingt und sofort von dem Hund verlangen. Dies nutzen viele Hunde bewusst als Diskussionspunkt und dann lassen sie uns warten und warten. Manchmal lassen sie uns auch um die Beute betteln, wenn wir Tauschgeschäfte, wie das "Superleckerlie" anbieten: "Wenn du mir den Dummy bringst, dann..." oder wenn wir den Hund 5x rufen, obwohl wir wissen, dass er beim ersten Mal schon verstanden hat. Tipp: Beobachte mal was dein Hund tut, wenn er die Beute behalten darf. Viele Hunde sind erstmal verdutzt, wenn wir mal locker lassen. Denn es geht nicht um den Besitz allein, sondern um die soziale Interaktion, das "Gespräch" mit dir. ❌2️⃣ Ohne Leine Apportieren. Damit dein Hund gar nicht erst lernt, mit dir über die Beute zu diskutieren, beginne beim Apportieren IMMER mit einer Schleppleine. Mit einer Schleppleine verhinderst du, dass dein Hund die Beute von dir weg tragen und die Dummys zerstören kann. So kann er sich auch nicht selbst in Gefahr bringen, wenn er zum Beispiel Dummyreste verschluckt. Wenn dein Hund nicht kooperiert, kannst du das Ende der Leine aufnehmen und kannst dir in Ruhe die nächsten Schritte überlegen. 😎 Das ist viel netter und souveräner, als Druck in die Stimme zu legen und Strafe anzudrohen. 💡Übrigens: Das Vorenthalten einer Belohnung ist eine NEGATIVE BESTRAFUNG. ❌3️⃣ Im falschen Umfeld Apportieren. Dein Hund interessiert sich auf einmal nicht mehr für das Spiel mit dir? 😰 Es könnte sein, dass du in einem Gebiet unterwegs bist, das deinen Hund verunsichert, weil es nach vielen fremden Hunden riecht. 🐇 Eine andere Möglichkeit ist, dass dein Hund sich bewusst gegen das BeuteSPIEL entscheidet, weil er sich auf frische Wildspuren und Hasenköttel konzentrieren möchte. Es könnte auch nach attraktiven Hundedamen oder Hundemännern riechen und dein Hund 😍 hat anderes im Sinn, als mit dir zu spielen… 😉 Das bedeutet nur: Er möchte HIER UND JETZT nicht apportieren. In anderen Situationen und Umgebungen vielleicht aber schon. Eine kleine Faustformel: Erst Zuhause Neues erlernen und dann in fremden Gebieten bewusst einsetzen.

Ich wünsch Dir viel Spaß beim Apportieren! Jeder Hund kann es, die Frage ist nur: Will er es? Gerne helfe ich dir dabei das heraus zu finden.

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Jule Rettberg

Tel. +49 1575 255 133 5

jule@dertutwas.de

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